Demografischer und digitaler Wandel im Betrieb
Die Arbeitswelt mit ihren Betrieben und Mitarbeiter*innen befindet sich aufgrund demografischer Entwicklungen und der Digitalisierung in einem stetigen Wandel. Unser Ziel in der Demografieberatung Digi+ ist es, Unternehmen und ihre Mitarbeiter*innen bei diesem Wandel zu unterstützen und Arbeitswelten zu schaffen, die Beschäftigung sichern.
Auf dieser Seite erhalten Sie Einblicke in die durchgeführten Demografieberatungen sowie einen statistischen Überblick über die demografischen und digitalen Entwicklungen in Österreichs Betrieben.
95% der Betriebe in der Demografieberatung Digi+ sind KMU
9% der Betriebe in der Demografieberatung Digi+ sind "Grüne Betriebe"
Demografische Entwicklungen in der Arbeitswelt
Prognose 2050
Die Bevölkerung altert, während der Anteil der unter 20-Jährigen relativ konstant bleibt. Im Jahr 2050 werden 28% der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Verglichen mit dem Jahr 2023 entspricht dies einem Anstieg von 8,2 Prozentpunkten.
Unsere Grafiken sind interaktiv. Klicken Sie auf einen Bereich, um die genauen Werte und weitere Informationen angezeigt zu bekommen.
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Bevölkerungsprognose nach Alter
Altersverteilung der unselbstständig Beschäftigten in Österreich
Als Erwerbstätige gelten jene Personen, die mindestens eine Stunde als Unselbständige, Selbständige oder mithelfende Familienangehörige gearbeitet haben, so die Definitionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die auch die Statistik Austria verwendet.
Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2024. Erstellt am 13.03.2025. – Nach internationalem Konzept (ILO).
Betriebe in der Demografieberatung Digi+
M1 - Status Quo und erste Angebote im Zuge der Standortbestimmung
Im Modul 1, der Standortbestimmung, identifizieren unsere Berater*innen die individuellen Herausforderungen und Bedarfe im Betrieb. Dazu erheben sie mit dem sogenannten Quick-Check den Status Quo im Betrieb: Wie sensibilisiert ist der Betrieb? Welche Herausforderungen haben Betrieb und Belegschaft in Bezug auf den demografischen Wandel und die Digitalisierung? Werden bzw. wurden bereits Maßnahmen umgesetzt?
Bis Projektende 31.01.2028 haben wir das Ziel mindestens 930 Betriebe in dieser Phase zu beraten.
95% davon sind KMU.
Als KMU zählen Betriebe mit weniger als 250 Mitarbeiter*innen
Anzahl der bisher in M1 beratenen Betriebe nach Bundesland
Auch unsere Kartendarstellungen sind interaktive Grafiken. Klicken Sie auf ein Bundesland, um die Beschreibung und weitere Informationen angezeigt zu bekommen.
Quelle: Daten aus der Beratung. Als beraten gelten hier jene Betriebe, die die Phase M1 abgeschlossen haben.
Zeitraum 02.01.2023 – 31.01.2025
M2 - Belegschaftsstruktur im Betrieb und Maßnahmenplanung
In dieser Projektphase erhalten Betriebe eine umfassende Analyse der Belegschafts- und Altersstruktur. Dadurch werden die spezifischen Herausforderungen im Betrieb sichtbar, und die Berater*innen können geeignete Maßnahmen ableiten. Diese Maßnahmen können sowohl zukünftig relevante Themen, wie die Wissenssicherung aufgrund anstehender Pensionierungen, als auch akute Themenstellungen, wie die direkte Begleitung und Einführung neuer Technologien in der Belegschaft, abdecken.
Bis Projektende 31.01.2028 haben wir das Ziel mindestens 604 Betriebe in dieser Phase zu beraten.
95% davon sind KMU.
Als KMU zählen Betriebe mit weniger als 250 Mitarbeiter*innen
Anzahl der bisher in M2 beratenen Betriebe nach Bundesland
Quelle: Daten aus der Beratung. Als beraten gelten hier jene Betriebe, die die Phase M2 abgeschlossen haben.
Zeitraum 02.01.2023 – 31.01.2025
M3 - Umsetzung der Maßnahmen
In dieser Projektphase werden die zuvor geplanten Maßnahmen im Betrieb umgesetzt. Dazu finden beispielsweise Workshops mit verschiedenen Belegschaftsgruppen statt, und unsere Toolbox wird auf den Betrieb und die Beschäftigten maßgeschneidert. Entscheidend ist, dass die Belegschaftsgruppen, die von den Maßnahmen profitieren sollen, von der Planung bis zur Umsetzung einbezogen werden. Unser Ziel in der Beratung ist es, dass die umgesetzten Maßnahmen nachhaltig wirksam sind und der Betrieb nach Abschluss dieser Phase selbstständig mit den entwickelten Inhalten weiterarbeiten kann.
In 1/4 der Betriebe
beraten wir zum Schwerpunkt Digitalisierung.
Fast die Hälfte aller in M3 eingebundenen Mitarbeiter*innen sind Frauen. Unser Ziel: mindestens 50%!
Seit 2024 wird das Frauenpensionsantrittsalter schrittweise erhöht. Daher müssen unsere Arbeitsplätze altersgerechter gestaltet werden – und zwar für alle Geschlechter.
Anzahl der bisher in M3 beratenen Betriebe nach Bundesland
Quelle: Daten aus der Beratung. Als beraten gelten hier jene Betriebe, die die Phase M3 abgeschlossen haben.
Zeitraum 02.01.2023 – 31.01.2025
Wie digital sind Österreichs Betriebe?
Die Digitalisierung in Österreichs Betrieben nimmt kontinuierlich zu. Im EU-Vergleich belegte Österreich im Jahr 2024 den 13. Platz, was unter dem Durchschnitt der EU-27 liegt.
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Immer mehr Betriebe arbeiten remote: Im Jahr 2022 verzeichneten 76% aller Unternehmen remote Zugriffe, im Jahr 2024 ist dieser Wert um weitere 2 Prozent gestiegen. Flexible Arbeitsplätze werden uns weiterhin begleiten.
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Waren es 2023 noch 11%, so kommt mittlerweile in einem Fünftel aller Betriebe Künstliche Intelligenz zum Einsatz.
Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Erhebung über den IKT-Einsatz in Unternehmen 2024. Erstellt am 16.10.2024.
Einsatz von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie)
Mit dem Index zur Digitalisierungsintensität (DII) erfasst die Statistik Austria jährlich den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Unternehmen. Die Stichprobe umfasst 10.500 Unternehmen in Österreich. Unternehmen mit 250 oder mehr Beschäftigten sind vollständig in der Stichprobe enthalten, während Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten von der Erhebung ausgenommen sind.
ℹ️ Näheres zum Index
Hinter einer sehr geringen/ geringen/ hohen/ sehr hohen Digitalisierungsintensität stehen 0–3/4–6/7–9/10–12 Indikatoren, die von einem Unternehmen erfüllt werden.